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... ist das möglicherweise ein Frust, aber kein Drama!
Und wie gross der Frust tatsächlich ist, hängt zu einem wichtigen Teil davon ab, wie du die Sache siehst, das heisst, durch welche Brille du sie betrachtest. Eine rosarote Brille muss es ja nicht grad sein, aber sicher auch nicht eine rabenschwarze.
Denn, denke dass...
-1- Auch wenn du wieder zu rauchen anfängst, hast du allen Grund, stolz auf dich zu sein. Immerhin hast du es geschafft, eine Zeit lang nicht zu rauchen!
-2- Rauchen oder Nichtrauchen ist keine Frage der Moral. Nichtraucher/innen sind nicht die besseren Menschen. Du bist wertvoll und wichtig, egal ob du das Rauchen für immer aufgibst oder wieder zu rauchen anfängst.
-3- Betrachte deinen Raucherausstieg als ein Experiment: du gehst es so an, dass es möglichst funktioniert, du weisst aber auch, dass es misslingen darf. Experimente kann man nämlich wiederholen!
-4- Bei allem, was du tust, lernst du. Auch wenn du entgegen deiner ursprünglichen Absicht mit Rauchen wieder anfängst, lernst du dazu. Beispielsweise lernst du dich selber besser kennen, du weisst genauer, was dir das Rauchen bedeutet, wofür es für dich steht und in welchen Momenten es dir schwer fällt, darauf zu verzichten. Dieses Wissen nützt dir. Nicht nur bei einem weiteren Versuch, das Rauchen aufzugeben, sondern auch sonst im Leben.
-5- Dich entschlossen zu haben, nicht mehr zu rauchen, heisst nicht, dass du ein Leben lang an dieser Entscheidung festhalten musst. Es ist gut, wenn du nicht mehr rauchst, aber du bist frei und du brauchst deinen Rauchstopp nicht auf Biegen und Brechen durchzuziehen.
-6- Viele RaucherInnen brauchen mehrere Anläufe, bis sie das Rauchen definitiv aufgeben. Wenn du es nicht auf Anhieb schaffen würdest, wäre das völlig normal.
-7- Du hast jederzeit die Möglichkeit, es ein weiteres Mal zu versuchen. Und wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, bestimmst nur du.
Einige Tipps: Je früher desto leichter, aber...
Je schneller du wieder aufhörst zu rauchen, desto weniger gewöhnst du dich ans Nikotin, und desto leichter fällt dir der Ausstieg.
Eine Rauchstopp macht aber dennoch nur Sinn, wenn du wirklich motiviert bist. Sonst läufst du Gefahr, dass du nicht dran bleibst und das könnte dich entmutigen, vor allem wenn es nicht das erste Mal ist, dass du nach einem Rauchstopp wieder zu rauchen angefangen hast. Vielleicht musst du die Nachteile des Rauchens nochmals ganz konkret erleben, bevor du für einen Rauchstopp wieder bereit bist. Die Möglichkeit, das Rauchen aufzugeben, läuft dir nicht davon. Du kannst es auch nach drei Monaten oder einem Jahr wieder versuchen.
Gib nicht auf!
Sich für einen erneuten Versuch Zeit zu lassen, heisst nicht, die Vorstellung NichtraucherIn zu sein, aufzugeben. Auch wenn es dir nicht auf Anhieb gelungen ist oder du es sogar schon mehrere Male vergeblich versucht hast, kannst du es schaffen!
Gib dir die Zeit, die du brauchst, um zum Aufhören wieder motiviert zu sein. Aber auch wenn das länger dauern sollte und du für längere Zeit wieder voll rauchst, vergrab die Idee nie ganz, das Rauchen aufzugeben. Irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt für einen erneuten Rauchstopp. Pack diese Chance!
Du bist nicht allein!
Falls du schon mehrmals erfolglos versucht hast, das Rauchen aufzugeben, bist du jetzt vielleicht völlig frustriert und entmutigt. Du glaubst nicht mehr daran, dass du es eines Tages doch noch schaffen wirst. Die Erfahrung, etwas trotz Anstrengung nicht erreicht zu haben, kann am eigenen Selbstvertrauen ganz schön nagen.
Wenn's dir so geht und es dir nichts nützt, mit FreundInnen oder deinen Eltern darüber zu reden, findest du Hilfe bei BeraterInnen, die sich mit den Problemen und Schwierigkeiten von Jugendlichen gut auskennen (Klicke auf "Plus" und "Beratung").
Halte dich an die Vorteile!
Wenn dir die vorteile von etwas bewusst sind, bist du entsprechend motiviert, die sache auch durchzuziehen.
Das heisst, wenn du dir die Nachteile des Rauchens und umgekehrt die Vorteile eines Rauchstopps vor Augen hältst, hilft dir das, mit Rauchen aufzuhören und am Nichtrauchen festzuhalten.
Die persönlichen Vor- und Nachteile eines Rauchstopps kannst du auf der Site für Nachdenkliche abwägen. Inspirierend kann auch die Rubrik "Vorteile des Nichtrauchens" sein, die du auf der linken Seite am Ende der Navigationsleiste findest.
Nutze deinen Erfahrungsschatz!
Wenn du schon einmal oder mehrere Male das Rauchen aufgegeben hast, verfügst du über einen grossen Erfahrungsschatz: du weisst, welche Tricks und Mittel dir beim Aufhören helfen, und was dich umgekehrt dabei behindert.
Du weisst auch, wo deine Stolpersteine liegen, das heisst welche Situationen dich zum Rauchen verführen können.
Nutze dieses Wissen. Schau, dass du dir möglichst diejenigen Bedingungen schaffst, die dich in deinem Rauchstopp unterstützen und überlege dir, wie du kritische Situationen erfolgreich bewältigen willst. Ideen dazu findest du auf dieser Site unter "Stolpersteine? Dein Plan B!".
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